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SUMMARY:Verkündigung des Herrn
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DESCRIPTION:Neun Monate vor der Feier der Geburt des Herrn am 25. Deze
 mber erinnern die christlichen Kirchen an die biblische Überlieferung
 \, dass der Engel Gabriel Maria die Botschaft von Gott überbracht hab
 e\, sie werde jungfräulich ein Kind empfangen. Die kirchlichen Kalend
 er folgen also der natürlichen Beobachtung\, dass eine Schwangerschaf
 t einer Frau idealtypisch neun Monate andauern sollte. Diese Verkündi
 gung an Maria (Annuntiatio Domini) ist in der christlich beeinflussten
  Kunst über Jahrhunderte hinweg immer wieder bildhaft dargestellt und
  interpretiert worden. Im Glockengeläut christlicher Kirchen werden d
 ie Gläubigen darüber hinaus drei Mal am Tag (um 06.00 Uhr\, um 12.00
  Uhr und um 18.00 Uhr) dazu eingeladen\, das Gebet des „Engel des He
 rrn“ (= Angelus-Gebet) zu beten\, in dem ebenfalls an diese Ankündi
 gung der Geburt Jesu an Maria erinnert wird. Religionsgeschichtlich gr
 eift das christliche Fest an biblische Narrative des biblischen Israel
 s an\, nach der beispielsweise Sara\, die Frau Abrahams\, von drei Mä
 nnern\, die in der Regel als Engel des Herrn (christlich auch als die 
 drei Personen der göttlichen Trinität) gedeutet werden\, angekündig
 t wird\, dass sie trotz ihrem hohen Alter ein Kind – nämlich Isaak 
 – gebären werde. In der Rezeption dieses christlichen Narratives ha
 t sich eine interessante Interaktion zwischen den drei monotheistische
 n Religionen ergeben: Während christliche Texte die Prophezeiung des 
 Jesaja\, dass die „Jungfrau“ ein Kind gebären werde\, auf Jesus b
 ezogen\, wiesen jüdisch-rabbinische Schriften einen solchen Bezug zur
 ück. Der Koran allerdings kennt ebenso\, wie das Christentum\, das Na
 rrativ von einer jungfräulichen Geburt Jesu. Er rezipiert insofern eh
 er die christliche Auslegung der Schrift\, deutet Jesus allerdings –
  im Unterschied zu den christlichen Texten – nicht als Sohn Gottes\,
  sondern als einen von Gott gesandten Propheten.
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DTEND:20250325T102000Z
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